Freitag, 15. November 2019

Cassardim von Julia Dippel

Cassardim - Jenseits der goldenen Brücke | Julia Dippel
Planet! (Thienemann Verlag) | 9783522506458
Hardcover: 17,00€ | ebook: 13,99€
Seiten: 528 | ET: 16. Oktober 2019

Klappentext

[Quelle: Verlag]

Gefährlich, überraschend und fesselnd - willkommen in Cassardim!

Amaia ist gerade sechzehn geworden - zum achten Mal. Warum ihre Familie so langsam altert und warum sie keinem ihrer fünf Geschwister ähnelt, möchte Amaia unbedingt herausfinden, aber ihre Eltern tun alles, um dieses Familiengeheimnis zu wahren - ständige Umzüge, strenge Regeln und Gedankenkontrolle inklusive. Amaia sieht ihre Chance gekommen, als ihre älteren Brüder eines Tages einen Gefangenen mit nach Hause bringen: den geheimnisvollen wie gefährlichen Noár, der ebenso wenig menschlich ist wie sie. Doch dann wird Amaias Familie angegriffen und plötzlich ist Noár ihre letzte Hoffnung: Er verlässt mit ihnen die Menschenwelt und bringt sie nach Cassardim, ins Reich der Toten, wo Amaia zwischen Intrigen, Armeen, lebendig gewordenen Landschaften, unwirklichen Kreaturen und mächtigen Fürstenhäusern endlich ihre Antworten findet - und ihr Herz verliert.

Der neue Roman von Julia Dippel, Autorin der Izara-Bände.


Meine Meinung

"Cassardim" war mal wieder ein Buch, welches mich total in seinen Bann gezogen hat und ich es wirklich sehr ungern zur Seite gelegt habe. Deswegen hatte ich es auch in kürzester Zeit durchgelesen und fiebere nun schon dem nächsten Teil entgegen. Aber ich werde mir nun in der Zwischenzeit wohl auch mal die "Izard-Bände" mal genauer anschauen, da mir der Schreibstil der Autorin wirklich sehr zugesagt hat. Dieser war nämlich so leicht und flüssig zu lesen und sie hat mit ihren Schilderungen Bilder vor meinen Augen gemalt. 
Den Völkertest von der Autorin finde ich klasse. Ich gehöre den Felsenläufern an und die haben eine so schöne Markierung, an der Seite des Gesichtes. Die Autorin hat auf der Website auch einmal Bilder zu den einzelnen Völkern hochgeladen, damit man sieht, wie sie es sich vorgestellt hat. Einfach diesem Link folgen  Cassardim Völker
Cassardim ist ein Land, welches hinter den Schleiern und der goldenen Brücke liegt. In dieses Land reist Amaia mit ihren Geschwistern etwas unfreiwillig und dort werden die Fragen um ihre Herkunft und ihre Fähigkeiten endlich beantwortet. Am Beginn des Buches weiß man nämlich genauso viel wie die Protagonistin, was nicht viel ist. Ihre Eltern erzählen den Geschwistern nämlich gar nichts über ihre Fähigkeiten oder lassen sie Dinge wieder vergessen. Diese Fähigkeit hat auch Amaia, obwohl sie noch dahinter gekommen ist wie diese funktionieren. 
In dieser Hinsicht möchte ich aber nicht zu viel verraten, da es viel mehr Spaß macht, dies selber zu lesen. 

Fazit 

Große Empfehlung von mir!! Diese Geschichte ist eine tolle Mischung, mit einem magischen Land, Geistern und gutabsehenden Kerlen. Aber auch wunderschöne Landschaften und Schlösser schützen einen nicht vor den Intrigen am Hof.  

Dienstag, 5. November 2019

Der Bär und die Nachtigall von Katherine Arden

Der Bär und die Nachtigall | Katherine Arden 
Heyne Verlag | 9783453320031
Übersetzt: Michael Pfingstl
Seiten: 430 | ET: 14. Oktober 2019
Buch: 16,99€ | ebook: 13,99€


Klappentext

[Quelle: Verlag]

In einem Dorf am Rande der Wildnis, weit im Norden Russlands, wo der Wind kalt bläst und der Schnee viele Monate des Jahres fällt, erzählt die alte Dienerin Dunja den Kindern des Grundbesitzers Pjotr Wladimirowitsch Geschichten über Zauberei, Folklore und den Winterkönig mit den frostblauen Augen. Verbotene Geschichten über eine uralte Magie. Doch für die junge, wilde Wasja sind dies weit mehr als Märchen. Sie allein kann die Geister sehen, die ihr Zuhause beschützen. Und sie allein spürt, dass sich in den Wäldern eine dunkle Magie erhebt ...

Meine Meinung

Der Titel war schon sehr lange auf meiner Wunschliste, zwar eigentlich auf Englisch aber dadurch, dass es nun auf deutsch übersetzt wurde, war es so natürlich einfacher. Obwohl ich finde, dass die eine englische Ausgabe ein für mich schöneres Cover hat. Aber auch das deutsche Cover ist ein Hingucker geworden und ich hoffe, sie führen das Bild auf dem Buchrücken weiter.
Nachdem ich die Geschichte gelesen hatte, fand ich das Cover auch sehr passend zur Geschichte und dem Titel gestaltet. Im Original gibt es auch schon 2 Fortsetzungen, in denen die Geschichte weiter geht, und ich hoffe, ich muss nicht zu lange auf die nächste Übersetzung warten. Denn ich bin total hin und weg von der Geschichte!
Der Schreibstil der Autorin hat mich in das mittelalterliche Russland gezogen und verzaubert. Besonders das Einbinden der russischen Begriffe, fand ich sehr gut, auch wenn ich dafür am Anfang öfter mal nach hinten in das Glossar blättern musste.
Das Buch bringt die Atmosphäre einfach so gut rüber, dass ich die Szenen oft bildlich vor Augen hatte und alles miterlebt habe. Die vielen unterschiedlichen Haus- und Waldgeister fand ich besonders faszinierend, da die russische Mythengestalten mir noch nicht so bekannt waren.

Mit Wasja bekommt man eine sehr starke Protagonistin, die es nicht einfach hat mit ihrer Art in der Zeit zurechtzukommen. Da es noch die Zeit ist, wo die Frau einzig für den Herd und Kinder bekommen da ist. Mir hat ihre wilde Art sehr zugesagt und konnte ihren Freiheitswunsch nur zu gut nachvollziehen. Auch die anderen Familienmitglieder und der Priester spielen in der Geschichte eine wichtige Rolle, die Stark den Verlauf der Geschichte beeinflussen. Den Priester konnte ich überhaupt nicht leider, mit seiner verblendeten und selbstverliebten Art.


Fazit

Im ganzen hat mir dieses Buch supergut gefallen, was sehr an dem Feeling und den Bildern lag, die die Autorin bei mir erschaffen hat. Auch war es mal keine Liebesgeschichte, sondern einfach eine gute Geschichte, die auch sehr düster und atmosphärisch war.
Eine große Leseempfehlung von mir, für alle die mal keinen Kitsch wollen ;)

Sonntag, 3. November 2019

Das Juwel der Finsternis von Mara Lang

Das Juwel der Finsternis | Mara Lang
Bookspot Verlag | 9783956691201
Pb: 12,95€ | ebook: 7,99
Seiten: 368 | ET: 1. September 2019

Klappentext 

[Quelle: Website der Autorin]

Drei verfeindete Völker. Ein sagenumwobener Kristall, der größte Macht verheißt. Eine mutige junge Frau, die das Schicksal des Reichs in ihren Händen hält.

Die Sklavin Kea hat eine mächtige Gabe: Sie kann die Gedanken anderer beeinflussen. In den Dienst der Königsfamilie gestellt, soll sie dazu ausgebildet werden, die Feinde der Herrscherin zu manipulieren. Bald weckt sie das Interesse des Rittmeisters bei Hofe. Und obwohl sie einem anderen versprochen ist, fühlt sie sich zu dem mysteriösen Mann hingezogen. Doch der Konflikt zwischen den Völkern droht zu eskalieren, und Kea will nicht zum Spielball werden – sie plant ihre Flucht …


Meine Meinung 

"Das Juwel der Finsternis" durfte ich im Zuge einer Lovelybooks Leserunde lesen und ich bin echt froh es darüber entdeckt, zu haben. Die Welt, die Mara Lang erschaffen hat, will ich nun noch mehr kennenlernen und freue mich schon auf den 2. Teil und Abschluss der Dilogie.
Am Anfang wird die Geschichte, nur aus Kea's Sicht erzählt aber später kommt dann auch noch ein paar weitere hinzu. Dies fand ich sehr passend, weil am Anfang befindet man sich nur in den Mienen mit Kea und später am Hof lernt sie mehr Leute kennen und die anderen Sichten haben mir einen besseren Überblick über das Geschehen gegeben.
Die Welt in die Kea dann eingeführt wird, ist eine Mischung aus nicht magischen und Magie und wo sie immer noch den Status einer Sklavin behält. Dieser Fakt war schon ziemlich hart, weil ihr ganzes Volk entweder versklavt oder im verborgenden lebt. Da haben sich natürlich Fragen aufgetan, wieso, warum sich ihr Volk nicht wieder erhebt und ob es sich im Laufe des Buches ändern wird. Aber auch um ihre Herkunft liegt ein Geheimnis und nur manches erfährt man in diesem ersten Buch. Weswegen man danach unbedingt weiterlesen möchte.
Die meisten Leute aus dem Palast, fand ich nur zu einem gewissen Grad sympathisch, weil doch die meisten von ihnen Kea immer wieder darauf hingewiesen, dass sie nur eine Sklavin ist und jederzeit ersetzt werden kann. Da kommt dann sehr schwer Sympathien auf auch, wenn ich beide Prinzen doch ganz cool finde.
Von dem Verlauf der Geschichte hat sich zwar vieles so entwickelt, wie ich es vermutet habe aber auch ich wurde von manch einer Wendung überrascht. Gerade dieser magieverseuchte Wald fand ich genial!

 

Fazit 

Eine Geschichte die einlädt zum Miträtseln. Mitfiebern und wo man nicht jedem vertrauen sollte. Kann dieses Buch nur empfehlen, die so etwas mögen und auch nichts gegen eine Dreiecksgeschichte haben.